Fachbeiträge • 76
- 1. NPD hat nicht genug Potential für ein ParteiverbotEingeschränkter Zugriffwww.lto.de · 17. Januar 2017
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Über die Entscheidung
| Zitat : | BVerfG, Entscheidung vom 15.06.2001 - 2 BvB 1/01 |
|---|---|
| Gericht : | BVerfG |
| Aktenzeichen : | 2 BvB 1/01 |
| Entscheidungsdatum : | 15. Juni 2001 |
| Amtliche Quelle : |
Vollständiger Text
Tenor
Im Namen des Volkes
In dem Verfahren
über
die Anträge festzustellen:
| 1. | Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ist verfassungswidrig. |
| 2. | Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und ihre Teilorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) werden aufgelöst. |
| 3. | Es ist verboten, Ersatzorganisationen zu schaffen. |
| 4. | Das Vermögen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und ihrer Teilorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) wird zugunsten des Bundes zu gemeinnützigen Zwecken eingezogen. |
| 5. | Der Innenminister des Bundes und der Länder werden angewiesen, die Entscheidung zu vollstrecken. |
| Antragstellerin: | Bundesregierung, vertreten durch den Bundesminister des Innern, |
- Bevollmächtigte: Professor Dr. Hans Peter Bull,
Schlüterstraße 28, 20146 Hamburg
Rechtsanwalt Dr. h.c. Karlheinz Quack,
Fasanenstraße 33, 10719 Berlin -
| Antragsgegnerin: | Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), |
- Bevollmächtigte: Rechtsanwalt Horst Mahler,
Paulsborner Straße 3, 10709 Berlin
Rechtsanwalt Dr. Hans Günter Eisenecker,
Dorfstraße 22, 19260 Goldenbow
| hier: | Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung |
hat das Bundesverfassungsgericht - Zweiter Senat - unter Mitwirkung der Richterinnen und Richter
Präsidentin Limbach,
Sommer,
Jentsch,
Hassemer,
Broß,
Osterloh,
Di Fabio,
am 15. Juni 2001 gemäß § 32 Absätze 1, 2 und 5 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) beschlossen:
Der Staatsanwaltschaft I beim Landgericht Berlin wird bis zur endgültigen Entscheidung über den Eilantrag der Antragsgegnerin vom 12. Juni 2001 aufgegeben, sämtliche im Zusammenhang mit der Durchsuchung in der Wohnung des Verfahrensbevollmächtigten der Antragsgegnerin, Rechtsanwalt Horst Mahler, ..., in dessen Kanzlei, ..., und in der Parteizentrale der Antragsgegnerin, ..., am 11. Juni 2001 sichergestellten, überspielten oder kopierten elektronischen Daten/Datenträger und Unterlagen unverzüglich zu versiegeln, beim Amtsgericht Tiergarten in Berlin zu hinterlegen und den Vollzug dem Bundesverfassungsgericht anzuzeigen.
Unterschrift
| Limbach | Sommer | Jentsch |
| Hassemer | Broß | Osterloh |
| Di Fabio |