Version
1. Mai 2002
1. Mai 2002
>
Version
1. September 2009
1. September 2009
>
Version
1. Januar 2013
1. Januar 2013
>
Version
1. Oktober 2013
1. Oktober 2013
>
Version
1. August 2021
1. August 2021
>
Version
5. Januar 2026
5. Januar 2026
Wichtiger Hinweis: Die für Artikel vor dem 3. Februar 2026 angezeigten Inkrafttretensdaten können vereinzelt ungenau sein. Bitte beachten Sie, dass der Gesetzestext selbst auf dem neuesten Stand ist und verlässlich verwendet werden kann.
(1) Der Notar ist seines Amtes zu entheben,
- 1.
- wenn er keine Befähigung zum Richteramt besitzt;
- 2.
- wenn keine Haftpflichtversicherung nach § 19a besteht;
- 3.
- wenn er sich weigert, den in § 13 vorgeschriebenen Amtseid zu leisten;
- 4.
- wenn er ein besoldetes Amt übernimmt oder eine nach § 8 Abs. 3 genehmigungspflichtige Tätigkeit ausübt und die Zulassung nach § 8 Abs. 1 Satz 2 oder die nach § 8 Abs. 3 erforderliche Genehmigung im Zeitpunkt der Entschließung der Landesjustizverwaltung über die Amtsenthebung nicht vorliegen;
- 5.
- wenn er entgegen § 8 Abs. 2 eine weitere berufliche Tätigkeit ausübt oder sich entgegen § 9 Absatz 1 oder 2 mit anderen Personen zur gemeinsamen Berufsausübung verbunden oder mit ihnen gemeinsame Geschäftsräume hat;
- 6.
- wenn er in Vermögensverfall geraten ist; ein Vermögensverfall wird vermutet, wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Notars eröffnet oder der Notar in das Schuldnerverzeichnis (§ 882b der Zivilprozessordnung) eingetragen ist;
- 7.
- wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht nur vorübergehend unfähig ist, sein Amt ordnungsgemäß auszuüben;
- 8.
- wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse, seine Art der Wirtschaftsführung oder seine Art der Durchführung von Verwahrungsgeschäften die Interessen der Rechtsuchenden gefährden;
- 9.
- wenn er wiederholt grob gegen
- a)
- Mitwirkungsverbote gemäß § 3 Absatz 1 des Beurkundungsgesetzes oder
- b)
- Amtspflichten gemäß § 17 Absatz 2a Satz 2 Nummer 2 des Beurkundungsgesetzes
(2) Der Notar ist in der Regel seines Amtes zu entheben, wenn
- 1.
- bei der Bestellung nicht bekannt war, dass er sich eines Verhaltens schuldig gemacht hatte, das ihn unwürdig erscheinen ließ, das notarielle Amt auszuüben,
- 2.
- die Bestellung durch Zwang, arglistige Täuschung oder Bestechung herbeigeführt wurde oder
- 3.
- die Bestellung durch eine unzuständige Behörde erfolgt ist und von der zuständigen Behörde nicht bestätigt wurde.
(3) Für die Amtsenthebung ist die Landesjustizverwaltung zuständig. Sie entscheidet nach Anhörung der Notarkammer.
(4) Für die auf eine Amtsenthebung nach Absatz 1 Nummer 7 gerichteten Verfahren gilt § 5 Absatz 3 entsprechend.
Fachbeiträge • 21
- 1. Grundstücksübertragung zwischen Eheleuten und die Vorbefassung des NotarsEingeschränkter Zugriffwww.rechtslupe.de · 17. Dezember 2012
- 2. Zwangsvollstreckung 8Eingeschränkter Zugriffwww.rechtslupe.de · 15. Juni 2009
- 3. RechtslupeEingeschränkter Zugriffwww.rechtslupe.de · 20. August 2012
- 4. Amtsenthebung eines NotarsEingeschränkter Zugriffwww.rechtslupe.de · 16. Januar 2009
- 5. ÜberschuldungEingeschränkter Zugriffwww.rechtslupe.de · 12. September 2025
- 6. Europa im Überblick, 4/2020Eingeschränkter Zugriffanwaltverein.de · 31. Januar 2020
- 7. Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuordnung aufsichtsrechtlicher VerfahrenEingeschränkter Zugriffwww.bnotk.de
- 8. Insolvenzrecht 2Eingeschränkter Zugriffwww.rechtslupe.de · 13. Juli 2016