(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluß der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.
(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
- 1.
- gegen den Willen der Schwangeren handelt oder
- 2.
- leichtfertig die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung der Schwangeren verursacht.
(3) Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.
(4) Der Versuch ist strafbar. Die Schwangere wird nicht wegen Versuchs bestraft.
Fußnote
§§ 218 bis 219b (früher §§ 218 bis 219d): IdF d. Art. 13 Nr. 1 G v. 27.7.1992 I 1398 mWv 5.8.1992; Art. 13 Nr. 1 trat einstweilen nicht in Kraft gem. BVerfGE v. 4.8.1992 I 1585 - 2 BvQ 16/92 u. a. -; die einstweilige Anordnung v. 4.8.1992 wurde nach BVerfGE v. 25.1.1993 I 270 wiederholt.
§ 218: Anwendbar ab 16.6.1993 gem. Abschn. II Nr. 1 nach Maßgabe der Nr. 2 bis 9 der Entscheidungsformel gem. BVerfGE v. 28.5.1993 I 820 - 2 BvF 2/90 u. a. -
Fachbeiträge • 255
- 1. Jahresrückblick erschienenEingeschränkter ZugriffMalgorzata Brandmair · www.bistum-augsburg.de · 19. Dezember 2023
- 2. Menschenwürde und Recht auf LebenEingeschränkter ZugriffMalgorzata Brandmair · www.bistum-augsburg.de · 20. Juni 2024
- 3. Diözesanrat für Beibehaltung der bisherigen RegelungenEingeschränkter ZugriffMalgorzata Brandmair · www.bistum-augsburg.de · 21. Juni 2024
- 4. Diözesanrat für Beibehaltung des WerbeverbotsEingeschränkter ZugriffMalgorzata Brandmair · www.bistum-augsburg.de · 14. Juni 2024
- 5. StellungnahmenEingeschränkter Zugriffwww.bistum-augsburg.de · 16. Februar 2026
- 6. StellungnahmenEingeschränkter Zugriffwww.bistum-augsburg.de · 16. Februar 2026
- 7. GFF veröffentlicht Rechtsgutachten zu § 219a StGBEingeschränkter Zugriffwww.freiheitsrechte.org · 28. Juni 2018
- 8. Presse » Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) »Eingeschränkter Zugriffwww.bvf.de · 4. März 2025
Öffentliche Quellen • 49
- 1. 18/12037 - Gesetzentwurf: Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher GewaltBundestag Drucksachen · 24. April 2017
- 2. 19/6425 - Antrag: § 219a StGB unverzüglich streichen - Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zulassenBundestag Drucksachen · 12. Dezember 2018
- 3. 19/1228 - Antwort: auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/1016 - Alkoholkonsum und AlkoholmissbrauchBundestag Drucksachen · 15. März 2018
- 4. 19/820 - Gesetzentwurf: Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches - Einschränkung des Verbots der Werbung für SchwangerschaftsabbrücheBundestag Drucksachen · 20. Februar 2018
- 5. 19/93 - Gesetzentwurf: Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches - Aufhebung des Werbeverbots für SchwangerschaftsabbrücheBundestag Drucksachen · 22. November 2017
- 6. 19/5049 - Bericht: gemäß § 62 Absatz 2 der Geschäftsordnung zu dem Gesetzentwurf der Abgeordneten Christian Lindner, Stephan Thomae, Dr. Marco Buschmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP - Drucksache 19/5049 - Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches – Einschränkung des Verbots der Werbung für SchwangerschaftsabbrücheBundestag Drucksachen · 16. Oktober 2018
- 7. 19/2909 - Antwort: auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/2476 - Förderung der Publikationen "Die christlichen Rechte in Deutschland" durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!"Bundestag Drucksachen · 21. Juni 2018
- 8. 19/5048 - Bericht: gemäß § 62 Absatz 2 der Geschäftsordnung zu dem Gesetzentwurf der Abgeordneten Cornelia Möhring, Christine Buchholz, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/93 - Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches - Aufhebung des Werbeverbots für SchwangerschaftsabbrücheBundestag Drucksachen · 16. Oktober 2018