(1) Ein ehrenamtlicher Richter ist von seinem Amt zu entbinden, wenn er
- 1.
- nach §§ 20 bis 22 nicht berufen werden konnte oder nicht mehr berufen werden kann oder
- 2.
- seine Amtspflichten gröblich verletzt hat oder
- 3.
- einen Ablehnungsgrund nach § 23 Abs. 1 geltend macht oder
- 4.
- die zur Ausübung seines Amtes erforderlichen geistigen oder körperlichen Fähigkeiten nicht mehr besitzt oder
- 5.
- seinen Wohnsitz im Gerichtsbezirk aufgibt.
(2) In besonderen Härtefällen kann außerdem auf Antrag von der weiteren Ausübung des Amtes entbunden werden.
(3) Die Entscheidung trifft ein Senat des Oberverwaltungsgerichts in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1, 2 und 4 auf Antrag des Präsidenten des Verwaltungsgerichts, in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 3 und 5 und des Absatzes 2 auf Antrag des ehrenamtlichen Richters. Die Entscheidung ergeht durch Beschluß nach Anhörung des ehrenamtlichen Richters. Sie ist unanfechtbar.
(4) Absatz 3 gilt entsprechend in den Fällen des § 23 Abs. 2.
(5) Auf Antrag des ehrenamtlichen Richters ist die Entscheidung nach Absatz 3 von dem Senat des Oberverwaltungsgerichts aufzuheben, wenn Anklage nach § 21 Nr. 2 erhoben war und der Angeschuldigte rechtskräftig außer Verfolgung gesetzt oder freigesprochen worden ist.
Fachbeiträge • 28
- 1. Ehrenamtliche Richterinnen und RichterEingeschränkter Zugriffwww.justiz.nrw
- 2. BVerwG 4 AV 1.19, Beschluss vom 26. Juni 2019Eingeschränkter Zugriffwww.bverwg.de
- 3. BVerwG 1 B 24.19, Beschluss vom 24. April 2019Eingeschränkter Zugriffwww.bverwg.de
- 4. Entscheidungen (ab 2018)Eingeschränkter Zugriffwww.bsg.bund.de
- 5. BVerwG 1 C 33.18, Urteil vom 04. Juli 2019Eingeschränkter Zugriffwww.bverwg.de
- 6. Verfahrensinformation zu 1 B 7.19Eingeschränkter Zugriffwww.bverwg.de
- 7. BVerwG 1 B 50.18, Beschluss vom 12. September 2018Eingeschränkter Zugriffwww.bverwg.de
- 8. BVerwG 4 VR 1.19, Beschluss vom 09. Mai 2019Eingeschränkter Zugriffwww.bverwg.de