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4. November 2025
4. November 2025
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25. September 2026
25. September 2026
(1) Wird ein Arzneimittel auf Grund einer Verschreibung von Personen, die zur Ausübung der Heilkunde, Zahnheilkunde oder Tierheilkunde berechtigt sind, hergestellt, muß es der Verschreibung entsprechen. Andere als die in der Verschreibung genannten Ausgangsstoffe dürfen ohne Zustimmung des Verschreibenden bei der Herstellung nicht verwendet werden. Dies gilt nicht für Ausgangsstoffe, sofern sie keine eigene arzneiliche Wirkung haben und die arzneiliche Wirkung nicht nachteilig beeinflussen können. Enthält eine Verschreibung einen erkennbaren Irrtum, ist sie unleserlich oder ergeben sich sonstige Bedenken, so darf das Arzneimittel nicht hergestellt werden, bevor die Unklarheit beseitigt ist. Bei Einzelherstellung ohne Verschreibung ist Satz 4 entsprechend anzuwenden.
(1a) Ein Rezepturarzneimittel ist nach einer vorher erstellten schriftlichen Herstellungsanweisung herzustellen, die von einem Apotheker oder im Vertretungsfall nach § 2 Absatz 6 von der zur Vertretung berechtigten Person der Apotheke zu unterschreiben ist. Die Herstellungsanweisung muss mindestens Festlegungen treffen
- 1.
- zur Herstellung der jeweiligen Darreichungsform einschließlich der Herstellungstechnik und der Ausrüstungsgegenstände,
- 2.
- zur Plausibilitätsprüfung nach Absatz 1b,
- 3.
- zu primären Verpackungsmaterialien und zur Kennzeichnung,
- 4.
- zu Inprozesskontrollen, soweit diese durchführbar sind,
- 5.
- zur Vorbereitung des Arbeitsplatzes sowie
- 6.
- zur Freigabe und zur Dokumentation.
(1b) Die Anforderung über die Herstellung eines Rezepturarzneimittels ist von einem Apotheker nach pharmazeutischen Gesichtspunkten zu beurteilen (Plausibilitätsprüfung). Die Plausibilitätsprüfung muss insbesondere Folgendes berücksichtigen:
- 1.
- die Dosierung,
- 2.
- die Applikationsart,
- 3.
- die Art, Menge und Kompatibilität der Ausgangsstoffe untereinander sowie deren gleichbleibende Qualität in dem fertig hergestellten Rezepturarzneimittel über dessen Haltbarkeitszeitraum sowie
- 4.
- die Haltbarkeit des Rezepturarzneimittels.
(1c) Die Herstellung des Rezepturarzneimittels ist von der herstellenden Person zu dokumentieren (Herstellungsprotokoll) und muss insbesondere Folgendes beinhalten:
- 1.
- die Art und Menge der Ausgangsstoffe und deren Chargenbezeichnungen oder Prüfnummern,
- 2.
- die Herstellungsparameter,
- 3.
- soweit Inprozesskontrollen vorgesehen sind, deren Ergebnis,
- 4.
- den Namen des Patienten und des verschreibenden Arztes oder Zahnarztes,
- 5.
- bei Arzneimitteln zur Anwendung bei Tieren den Namen des Tierhalters und der Tierart sowie den Namen des verschreibenden Tierarztes,
- 6.
- bei Rezepturarzneimitteln, die auf Kundenanforderung hergestellt werden, den Namen des Kunden sowie
- 7.
- das Namenszeichen der Person, die das Rezepturarzneimittel hergestellt hat, und, falls ein pharmazeutisch-technischer Assistent die Herstellung unter Beaufsichtigung durchgeführt hat, das Namenszeichen des Apothekers, der die Herstellung beaufsichtigt hat.
(2) Bei einem Rezepturarzneimittel kann von einer analytischen Prüfung abgesehen werden, sofern die Qualität des Arzneimittels durch das Herstellungsverfahren, die organoleptische Prüfung des fertig hergestellten Arzneimittels und, soweit vorgesehen, durch die Ergebnisse der Inprozesskontrollen gewährleistet ist.
Fachbeiträge • 3
- 1. Strafbarkeitsrisiken bei der Kooperation von öffentlicher Apotheke und Krankenhausapotheke bei der Herstellung von ZytostatikaEingeschränkter Zugriffwww.lubitz-warntjen.de · 14. April 2026
- 2. Entscheidungen (ab 2018)Eingeschränkter Zugriffwww.bsg.bund.de
- 3. Entscheidungen (ab 2018)Eingeschränkter Zugriffwww.bsg.bund.de
Öffentliche Quellen • 1
- 1. 19/7167 - Antwort: auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/6757 - Aufwand von Apotheken bei der Prüfung von CannabisblütenBundestag Drucksachen · 18. Januar 2019