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1. August 2002
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1. September 2004
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6. Juli 2013
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19. Oktober 2017
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27. Januar 2026
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Wichtiger Hinweis: Die für Artikel vor dem 3. Februar 2026 angezeigten Inkrafttretensdaten können vereinzelt ungenau sein. Bitte beachten Sie, dass der Gesetzestext selbst auf dem neuesten Stand ist und verlässlich verwendet werden kann.
(1) Das Gericht zieht für den Beschuldigten oder Verurteilten, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist, einen Dolmetscher oder Übersetzer heran, soweit dies zur Ausübung seiner strafprozessualen Rechte erforderlich ist. Das Gericht weist den Beschuldigten in einer ihm verständlichen Sprache darauf hin, dass er insoweit für das gesamte Strafverfahren die unentgeltliche Hinzuziehung eines Dolmetschers oder Übersetzers beanspruchen kann.
(2) Erforderlich zur Ausübung der strafprozessualen Rechte des Beschuldigten, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist, ist in der Regel die schriftliche Übersetzung von freiheitsentziehenden Anordnungen sowie von Anklageschriften, Strafbefehlen und nicht rechtskräftigen Urteilen. Eine auszugsweise schriftliche Übersetzung ist ausreichend, wenn hierdurch die strafprozessualen Rechte des Beschuldigten gewahrt werden. Die schriftliche Übersetzung ist dem Beschuldigten unverzüglich zur Verfügung zu stellen. An die Stelle der schriftlichen Übersetzung kann eine mündliche Übersetzung der Unterlagen oder eine mündliche Zusammenfassung des Inhalts der Unterlagen treten, wenn hierdurch die strafprozessualen Rechte des Beschuldigten gewahrt werden. Dies ist in der Regel dann anzunehmen, wenn der Beschuldigte einen Verteidiger hat.
(3) Der Beschuldigte kann auf eine schriftliche Übersetzung nur wirksam verzichten, wenn er zuvor über sein Recht auf eine schriftliche Übersetzung nach den Absätzen 1 und 2 und über die Folgen eines Verzichts auf eine schriftliche Übersetzung belehrt worden ist. Die Belehrung nach Satz 1 und der Verzicht des Beschuldigten sind zu dokumentieren.
(4) Absatz 1 gilt entsprechend für Personen, die nach § 395 der Strafprozessordnung berechtigt sind, sich der öffentlichen Klage mit der Nebenklage anzuschließen.
Fachbeiträge • 35
- 1. Übersetzung ArchiveEingeschränkter Zugriffwww.sokolowski.org · 13. November 2016
- 2. Urteile und Beschlüsse der GerichteEingeschränkter Zugriffwww.sokolowski.org · 16. November 2016
- 3. Muss der Strafbefehl übersetzt werden?Eingeschränkter ZugriffJoachim Sokolowski · www.sokolowski.org · 13. November 2016
- 4. Strafbefehl ArchiveEingeschränkter Zugriffwww.sokolowski.org · 13. November 2016
- 5. Landgericht ArchiveEingeschränkter Zugriffwww.sokolowski.org · 13. November 2016
- 6. Zustellung ArchiveEingeschränkter Zugriffwww.sokolowski.org · 13. November 2016
- 7. Beschluss ArchiveEingeschränkter Zugriffwww.sokolowski.org · 25. November 2016
- 8. Keine Pflichtverteidigerbestellung allein wegen AnalphabetismusEingeschränkter ZugriffJoachim Sokolowski · www.sokolowski.org · 30. Oktober 2019