BGH, Urteil vom 28.09.2017 - 4 StR 282/17
BGH 28. September 2017

Zusammenfassung durch Doctrine KI

Sachverhalt
Der Angeklagte griff die Nebenklägerin mit einem Baseballschläger an, verletzte sie schwer und wurde wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklägerin fordern eine Verurteilung wegen versuchten Mordes.

Entscheidungsgründe
Das Landgericht verneinte den versuchten Mord wegen angeblichen freiwilligen Rücktritts (§§ 211, 22, 23, 24 StGB). Die Revisionsgerichte heben dies auf, da die Feststellungen zur Freiwilligkeit des Rücktritts unklar und widersprüchlich sind. Insbesondere fehlt eine klare Abgrenzung, ob der Angeklagte durch äußere Umstände zur Tataufgabe gezwungen war.

Praxishinweis
Bei versuchtem Tötungsdelikt ist die Freiwilligkeit des Rücktritts streng zu prüfen. Unklare oder widersprüchliche Feststellungen zur Autonomie der Tataufgabe führen zur Aufhebung und Zurückverweisung. Eine bloße Furcht vor Entdeckung reicht nicht zwingend für einen strafbefreienden Rücktritt.

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Fachbeiträge1

  • 1Strafbefreiender Rücktritt vom VersuchEingeschränkter Zugriff
    Rechtsanwalt Jens Ferner · https://www.ferner-alsdorf.de/ · 13. Februar 2022

Über die Entscheidung

Zitat :
BGH, Urteil vom 28.09.2017 - 4 StR 282/17
Gericht : BGH
Aktenzeichen : 4 StR 282/17
Entscheidungsdatum : 27. September 2017
Amtliche Quelle :

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